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KFS Winterswijk
2017

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Nachlese:
Billerbeck 2017

   Renault 4CV

Renault 4CV
Motor: 746 ccm, 21 PS
4 Zylinder- Viertakt- Reihenmotor wassergekühlt im Fahrzeugheck
mit über Stirnräder angetriebener untenliegenden Nockenwelle
Dreigang-Getriebe, 2. und 3. Gang sind synchronisiert
Baujahr 1958, Höchstgeschwindigkeit ca. 100 km/h
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Mit der Entwicklung des Renault 4CV wurde 1941 begonnen, um nach  dem Krieg ein konkurrenzfähiges kleines Automobil für eine breitere Bevölkerungsschicht zu haben. Die Entwicklung sowie auch die anschließende Erprobung der ersten Prototypen musste heimlich erfolgen, da die Nazis Renault nur die Produktion kriegswichtiger Fahrzeuge erlaubten. Selbst Louis Renault, ,zu diesem Zeitpunkt schon von Krankheiten geplagt, wusste anfangs nichts, und auch später nur wenig von der Arbeit seiner Entwicklungsabteilung bezüglich des 4 CV,

Im Februar 1942 läuft der 4 CV-Motor im Prüfstand.

Anfang 1943 finden erste Testfahrten mit dem 4 CV Prototyp, der noch zweitürig ist, statt.

Die Auswirkungen des Krieges lassen die Entwicklung allerdings nur sehr langsam vorwärts und sie 1944 fast ganz zum Stillstand kommen.

23. August 1944: Paris, und damit auch die Renaultwerke werden von der Naziherrschaft befreit.

23. September 1944: Louis Renault wird verhaftet wegen Zusammenarbeit mit dem Feind.

24. Oktober 1944: Louis Renault stirbt

16. Januar 1945: die Renaultwerke werden verstaatlicht und der Regie Nationale des Usines Renault ( R.N.U.R. ) ( Staatliche Verwaltung der Renault-Werke ) unterstellt.
Dezember 1945: von der fast entgültigen Form des 4 CV werden 50 Vorserienwagen gebaut
Ende 1946: der 4 CV wird der Öffentlichkeit vorgestellt und zwar in einer sandfarbenen Lackierung. Die Renaultwerke hatten aus der Kriegszeit noch einen größeren Bestand Farbe mit der die Fahrzeuge für das deutsche Afrikakorps lackiert wurden, den man nun weiter verwandte. Aus dieser Zeit stammt der liebevolle Spitzname Cremeschnittchen
Professor Ferdinand Porsche hatte, obschon der erste 4 CV Prototyp den ersten VW Prototypen ähnelte und obschon er 1946 von der französischen Regierung gebeten wurde die Konstruktion des Wagens zu begutachten, nichts mit der Entwicklung des Renault 4 C V zu tun.
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1947 kommt der 4 CV in die Verkaufssalons und wird sofort zum Renner mit Lieferzeiten von über einem Jahr. Er hatte 760 ccm und 17 PS

1950 wird die Motorleistung auf 21 PS angehoben bei gleichem Hubraum, der aber schon kurz darauf auf 746 ccm reduziert wird, um sportlich in der Kategorie bis 750 ccm mitfahren zu können.

1954 die auffallendste Änderung ist der Ersatz der bisherigen 6 Frontzierleisten durch 3 neue etwas breitere Leisten.

1958 wurden die so für das Äußere des Wagens charakteristischen Sternfelgen durch Scheibenfelgen ersetzt.

1961 beendet Renault die Produktion des 4 CV nachdem 1 150550 Fahrzeuge dieses Typs in den Renaultwerken gebaut worden sind.

Von 1953 bis 1961 wurde der 4 CV in Japan von der Firma Hino in Lizenz gefertigt.

Nach dem Citroen 2 CV ( Ente) war der Renault 4 CV wohl einer der erfolgreichsten französischen Kleinwagen überhaupt.

Maßgeblich an seinem Erfolg beteiligt waren die viertürige Karosserie, die 4 Räder und 4 Zylinder (beides damals nicht unbedingt Kleinwagenstandard), wie auch ein ausgereiftes Fahrwerk mit hydraulischer Bremse, die im sportlichen Einsatz ihre Qualitäten hinreichend bewiesen haben. Hinzu kamen eine einfache aber ansprechende Innenausstattung und ausreichend Platz für 4 Personen. Ein Kleinwagen mit allen Attributen eines vollwertigen Automobils.
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Nach diesen allgemeinen Daten nun noch einige Angaben zum vorgestellten Fahrzeug:
Der Wagen, mit etlichen Ersatzteilen, wurde am 10.09.1990 aufgrund einer „Markt-Anzeige“ einem Arzt aus Lippstadt abgekauft , und mit einer abenteuerlichen Aktion von Lippstadt nach Mönchengladbach überfuhrt. Dieser fuhr ihn It. Kfz-Brief von 03.1985 bis 03.1988. Laut Vignette an der Windschutzscheibe war das Fahrzeug vorher bis 1984 in Frankreich angemeldet und im Einsatz gewesen. .
Der Zustand des Fahrzeuges beim Kauf entsprach etwa der Note 3,5, Reserveradmulde und Einstiegschweller durchgerostet; Hinterachslagerung, am Getriebe, mit Spiel; Kühler verstopft; Bremsen defekt; Motornebenaggregate überholen; Batterie erneuern.

In den folgenden Monaten wurden Kontakte zu Teilequellen und anderen Fahrzeugbesitzern zwecks Erfahrungsaustausch geknüpft. Parallel dazu wurden notwendige Schweißarbeiten sowie Reparaturen an Bremsen, Fahrwerk und Motor durchgeführt. Die Schweißarbeiten konnten glücklicherweise so durchgeführt werden, dass keine Neulackierung des Wagens erforderlich wurde.

Am 25.06.1991 wurde der Wagen nach einer erfolgreichen § 21 Abnahme wieder angemeldet. Seit dieser Zeit ist der Wagen dauerhaft angemeldet und wird, bisher ohne nennenswerte Pannen, zu Hobbyzwecken gefahren.
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Besitzer  :

Servos_Vis

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